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Prozessor

Centrino, Core 2 Duo, Turion...

Wie bereits unter "Mobilität" angesprochen, sollte die CPU für Notebooks konstruiert sein - mittlerweile fast immer der Fall. Vor "Centrino" wurden keine speziellen CPUs für Notebooks entwickelt, sondern einfach vorhandene Desktop-CPUs um einige Stromsparmechanismen erweitert (oder nichteinmal das...) - das gibt es mittlerweile glücklicherweise so gut wie nur noch in gebrauchten und somit älteren Notebooks.

Zu empfehlen sind hier eindeutig: Intel Centrino-Technologie (Pentium M, Core Duo, Core 2 Solo/Duo), AMD Turion MT/ML - der Turion ML hat eine TDP (max. Verlustleistung) von 35 W, der Turion MT die bessere von 25 W.

Günstigere Varianten der genannten Prozessoren: Bei AMD gibt es den Mobile Sempron, bei Intel heißen die in vornehmlich günstigen Notebooks verbauten Prozessoren Celeron M. Das Problem hier ist, dass man genau nachschauen muss, von welcher CPU der "Billig-Prozessor" abstammt, weil der Name immer gleich bleibt. Dazu benötigt man die genaue Modellnummer und schaut am besten bei Wikipedia nach: Je aktueller die Architektur, desto besser. Diese günstigen CPUs sind meist in Cache-Größe und Frontsidebus-Geschwindigkeit beschränkt, was natürlich Geschwindigkeitseinbußen zur Folge hat. Leistungsmäßig sind sie aber trotzdem für normale Arbeiten gut ausreichend, der Hauptnachteil beim Celeron M ist hauptsächlich die eingeschränkt mögliche Drosselung der Leistung, was zu größerer Abwärme führt.

Anzahl Kerne

Im Desktop-Bereich gibt es schon länger Doppelkern-CPUs, Anfang 2006 hat dies nun auch bei Notebooks Einzug gehalten: Der Core Duo von Intel hat zwei Kerne und benötigt nicht mehr Strom als der Vorgänger Pentium M. Der Turion X2 wurde frisch vorgestellt.
Vor allem Anwender rechenintensiver Programme, welche mehrere CPUs unterstützen, profitieren hiervon. Für "normale" Anwender gibt es langsam auch mehr Programme, die davon profitieren. Wegen den geringen Unterschieden im Preis lohnt es sich also, auf eine CPU mit zwei Kernen zu setzen.

64-Bit

Während Intel den Core Duo als 32-Bit-Doppelkern eingeführt hat, hat AMD schon deutlich länger den Turion im Angebot: eine 64-Bit-CPU optimiert für Notebooks. Von Intel unterstützt erst die Core 2-Architektur 64-Bit.
Auch hier gilt, dass nur Anwender profitieren, deren Software dies optimal unterstützt und die auch ein 64-Bit-Betriebssystem nutzen (was derzeit oft noch Probleme in der Praxis macht). 64-Bit haben in der Praxis fast keine Auswirkung, weshalb die Hersteller auch nur 32-Bit-Systeme vorinstallieren.

Leistungsvergleich

Von der Leistung her sind die Top-Mobilprozessoren sicherlich für alle Anwender ausreichend. Der schnellste Turion kann durchaus mit einem Athlon 64 4000+ konkurrieren, Intels Core 2 Duo hat noch mehr Leistung - man sollte also nicht auf die Taktraten achten, da diese CPUs die Leistung aus anderen Dingen wie optimierten Design, größerem Cache etc. ziehen.
Bezüglich konkreten Benchmarkwerten kann man Suchmaschinen bemühen, es gibt regelmäßig Vergleiche.

Hitzeprobleme...

Bei Desktop-CPUs in Notebooks hat der Hersteller und somit später auch der Anwender häufig das Problem, dass das Notebook extrem heiß wird und sogar in Regionen kommt, in denen automatisch heruntergetaktet oder abgeschaltet wird. Wenn man ein Notebook wegen seiner sehr starken Desktop-CPU kauft und dort rechenintensive Programme laufen lassen will, sollte man sich vorher genau informieren - nicht selten erhält man diese Leistung nicht auf Dauer. Läuft am Anfang noch alles gut, gibt es ggf. irgendwann später aufgrund normaler Verstaubung der Kühlung Probleme.