Notebook-Hardware
Display
Ein wichtiger Punkt ist bei jedem Notebook das Display. Größe, Helligkeit, Reaktionsgeschwindigkeit, Farbtreue, spiegelnde Glare-Screens oder die klassischen - die Unterschiede sind extrem und alles hat seine Berechtigung. Was benötigt wird hängt stark vom Anwender ab. Die Displaygröße beeinflusst Gewicht und Mobilität, wie auf den entsprechenden Seiten erläutert.
4:3 oder Widescreen und die Auflösung
Zur Zeit sind Widescreen-Displays sehr in Mode - durch das Verhältnis von 16:10 können Filme effizienter auf
dem Display angezeigt werden und auch einige andere Arbeiten fallen leichter. Für (ältere) Spiele haben Widescreens einen
kleinen Nachteil, da sie mit entsprechend Nicht-Standard-Auflösungen arbeiten.
Die Auflösung selbst ist auch ein wichtiges Kriterium: Zum Arbeiten sind hohe Auflösungen im Allgemeinen angenehmer.
Bei einem 15" Display reicht das Spektrum von 1024x768 über 1400x1050 bis zu 1600x1200. Persönlich empfinde ich
1400x1050 als optimal, aber das muss jeder für sich entscheiden. Für Spieler könnte 1024x768 sogar besser sein,
da die Grafikkarte dann nicht solche hohe Auflösungen bewältigen muss. (Eine Nutzung von 1024x768 auf einem
1400x1050-Display ist natürlich mit Qualitätsverlusten möglich, andersherum geht allerdings nicht!)
Pixelfehler
Jedes Display (bzw. Notebook) wird mit der Angabe der Pixelfehlerklasse verkauft. Die ist im allgemeinen
Klasse 2, was abhängig von der Gesamtanzahl der Pixel einige Fehler erlaubt.
Mehr Informationen zu den Pixelfehlerklassen gibt es bei
prad.de.
Pixelfehler sind bedingt durch den Produktionsprozess nicht grundsätzlich vermeidbar - ein Mangel liegt erst
vor, wenn die Spezifikation überschritten wird.
Da ein Pixelfehler an prominenter Stelle schon sehr störend sein kann, gibt es mehrere Möglichkeiten dies weitgehendst zu vermeiden:
- Pixelfehlergarantie vom Hersteller/Verkäufer
Der Verkäufer oder ggf. der Hersteller garantiert "kein Fehler" oder kein Fehler einer bestimmten Art (z.B. dauernd leuchtend). Bei Internet-Shops ist eine solche Prüfung oft gegen Aufpreis möglich. - Rücksendung durch Nutzung des Rückgaberechts bei Online-Käufen
Ein Rückgabegrund muss nicht angegeben werden. Wenn man es in Bezug auf den Pixelfehler zurückgibt, kann es sogar Probleme geben.
Warnung: Der Verkäufer muss jenachdem nicht den kompletten Betrag zurückerstatten, z.B. bei Nutzung des Geräts (statt nur Testen) - Kauf vor Ort und direktes Testen des Geräts (Pixelfehler lassen sich durch entsprechende Tools auf einem USB-Stick recht einfach finden)
Generell ist es aber möglich, dass erst später ein Pixelfehler auftritt!
Blickwinkel
Dies sollte man auf jeden Fall vor Ort selbst prüfen: Einfach schauen, was passiert, wenn man von links, rechts, oben, unten auf das Display schaut und ob das für die eigenen Bedürfnisse so ok ist. Bei einem Internet-Kauf kann man sich an Tests ausrichten.
Helligkeit und Kontrast
Die maximale Helligkeit ist wichtig, wenn das Notebook in hellen Räumen oder im freien verwendet werden soll.
In der Sonne wird aber auch das beste Display stark gefordert. Eine Helligkeit von 200 cd/m² ist sehr gut, einige
bringen es sogar auf noch mehr. Dunkle Displays mit z.B. 120 cd/m² sind nur für den Betrieb im Haus/Büro ohne viel
Helligkeit geeignet.
Oft wird die Helligkeit vom Hersteller nicht angegeben, dann hilft nur ein Vergleich vor Ort mit anderen Displays.
Dabei muss man beachten, dass sich die Helligkeit des Displays meist über die Tastatur regulieren lässt. Das bedeutet,
dass man für einen Vergleich alle auf die hellste Stufe bringen muss.
Der Kontrast wird in einem Verhältnis angegeben, sehr gute Displays haben ca. einen Kontrast von 800:1. 250:1 sollte ein Display auf jeden Fall haben, 500:1 sind zu empfehlen.
Reaktionsgeschwindigkeit
Die Zeit für den Wechsel eines Pixels auf eine andere Farbe wird in ms angegeben, eigentlich ist diese nur
für Spieler sehr wichtig. Für normale Filme sollte es bei keinem aktuellen Notebook Probleme geben. Wenn man
darauf achtet, dass das Display 20 ms oder besser ist, sollte man keine Probleme haben. Ist die Reaktionsgeschwindigkeit
des Displays zu niedrig, gibt es Schlieren.
Aber auch hier geben die Hersteller oft die Zeiten nicht an bzw. der Wert kann verfälscht sein, da ein Display bei
verschiedenen Farbwechseln verschieden schnell ist.
Ausleuchtung
Gleichmäßig ausgeleuchtete Displays sind nicht selbstverständlich. Vor dem Kauf kann man dies leider nur schwer selbst herausfinden, wenn es keine Tests mit diesen Informationen gibt. Wenn man den ganzen Bildschirm ein schwarzes Bild darstellen lässt (z.B. durch den entsprechenden Bildschirmschoner), dann kann man in einem abgedunkelten Raum die Ausleuchtung relativ gut erkennen. Unterschiede in der Ausleuchtung sind normal und fast unvermeidbar, deshalb sollte man dies zum Vergleich mit mehreren Notebooks machen.
Farbtreue / Glare-Displays
Seit einiger Zeit gibt es sehr oft Glare-Screens - diese bieten eine exzellente Bildqualität in Bezug auf die Farben,
spiegeln dafür aber extrem. Den Vorteil der satten Farben erkauft man sich dadurch durch viele Spiegelungen auf dem
Display. Inwiefern das stört bzw. was wichtiger ist, muss jeder selbst entscheiden. Bei Consumer-Notebooks hat man leider
das Problem, dass matte Displays nur noch wenig erhältlich sind. Wegen der Spiegelung ist es auf jeden Fall gut, wenn
die Maximalhelligkeit des Displays sehr hoch ist, sonst bekommt man im Extremfall schon in Gebäuden Probleme
mit Spiegelungen.
Die Farbtreue ist bei Notebook-Displays ein kleines Problem: man hat nicht so viele Einstellungsmöglichkeiten wie bei
einem Desktop-Monitor bzgl. Helligkeit/Kontrast/Sättigung und den einzelnen Farbtönen.